Am Samstag den 30.09. ging die diesjährige Herbstfahrt los. Ganze 41 Mädchen und mehrere Leiterinnen versammelten sich vor der Kirche Herz Mariä, um von dort aus nach Monschau zu fahren, einer kleinen Stadt in der Eifel. Schon von Anfang an wurde erzählt, dass die Jugendherberge etwas ganz Besonderes sein sollte, sie musste schon ein Jahr im Voraus gebucht werden. Als wir dann endlich angekommen waren sah man, dass es sich gelohnt hatte! Die Burg Monschau wurde 1180 erbaut und danach mehrmals erweitert, erst im Jahr 1928 wurde sie zur Jugendherberge umgebaut und im Jahr 2001 noch einmal von innen renoviert. Sie ist heute eine der schönsten Jugendherbergen Deutschlands mit ihren Burghöfen, Türmen und unterirdischen Gewölben, zu denen später noch mehr zu lesen ist.
Nach der Ankunft bestaunten erstmal alle die Burg, allerdings noch von unten, denn der Bus konnte nicht bis zur eigentlichen Burg hochfahren, also hieß es Koffer schleppen. Irgendwann waren dann doch alle oben angekommen, und es konnten die Zimmer verteilt, Koffer ausgepackt und die Burg erkundet werden. Abends mussten dann natürlich noch die Türschilder für die einzelnen Zimmer gemalt werden, wobei es in dieser Jugendherberge zum ersten Mal Zimmer gab, die schon Namen hatten. Dann war es auch schon Zeit für das erste Spielegruppenspiel, nämlich das ´Natur-ABC´, dabei muss man mit Dingen aus der Natur ein Alphabet legen, z.B. E wie Efeu. Schwierig wird so etwas dann erst bei x, y… . Am Sonntag sind wir, wie jedes Mal, als erstes in die Kirche gegangen. Allerdings gab es hier, auch wie jedes Mal, am Anfang Schwierigkeiten die richtige Kirche zu finden. Um 12:00 Uhr gab es dann, wie immer, Mittagessen in der Jugendherberge. Wer an diesem Tag Küchendienst hatte, durfte sich darauf freuen das
Geschirr abzutrocknen. Nach der Mittagspause stand das zweite Spielegruppenspiel an, diesmal eine Burgrallye, die aber auch Monschau mit einschloss. Nach dieser Rallye kannte so ziemlich jeder die Sehenswürdigkeiten und Bäckereispezialitäten der Stadt auswendig. Abends wurden Postkarten gemalt, Spiele gespielt und gesungen. Vielleicht konnte sich ja der Eine oder Andere von Ihnen sogar über eine Postkarte aus Monschau freuen?!
Der Montag begann mit einem Spiel, dem ‚Postenlauf’. Wir kannten die Stadt ja schon und deshalb ging es diesmal auch in den Wald und zur ‚Haller Ruine’, die über der Stadt liegt. Da wir bis zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt keine Zeit gehabt hatten, in der Stadt einzukaufen, musste das natürlich geändert werden. Das Nachmittagsprogramm hieß deshalb ‚Stadt’. Abends gab es erneut ein Unterhaltungsprogramm, mit Gipsmasken und Henna- Tattoos.
Am nächsten Tag stand erstmal großes Verlaufen auf dem Programm, in Form einer ‚Fuchsjagd’. Bei einer Fuchsjagd verstecken sich die Leiterinnen vor ihren Gruppenkindern. Letztere müssen die Leiterinnen anhand von Pfeilen suchen. Wir Gruppenkinder machten uns auf den Weg, doch plötzlich standen wir irgendwo zwischen Kuhweiden und wussten absolut nicht mehr wo wir waren. Irgendwann kamen die Leiterinnen um die Ecke und lachten uns aus ;)! Nun war es Zeit fürs Mittagessen.
 Maskenbildner
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Da wir die Fuchsjagd mit allen zusammen gespielt hatten, gab es nach dem Essen erst mal wieder ein Spiel in den Spielegruppen, und zwar eine ‚Schatzsuche’. Als der Schatz endlich gefunden war, wurde erst Abendbrot gegessen und dann gesungen, gespielt und für den bunten Abend gebastelt.
Auch der Mittwoch begann mit einem Spielegruppenspiel. Dieses Mal war es die von uns herbeigesehnte ‚Schnitzeljagd’, bei der es über Weiden, Wiesen, Hügel und Wege immer den Pfeilen und Hinweisen hinterher ging. Irgendwann waren alle wieder da und es gab Mittagessen, das im Übrigen für eine Jugendherberge meistens richtig gut war! Nach dem Mittagessen und der Mittagspause, ging es zu einer weiteren Attraktion des Ortes, die wir noch nicht gesehen hatten: Der ‚Handwerkermarkt’ mit Glasbläserei, Holzbrandmalerei und vielen kleinen Ständchen. Dort sahen wir als erstes dem Glasbläser beim Formen von verschiedenen kleinen Tieren und Vasen zu und schauten uns anschließend die anderen Stände des Handwerkermarktes an. Mit ein bisschen Verspätung kamen wir dann zum Abendessen in der Jugendherberge an, aber alles kein Problem, Essen gab es trotzdem. Danach gab es ‚Freizeit’ für alle, die meistens dafür genutzt wurde, um für den Bunten Abend zu proben.
Der Donnerstag begann ausnahmsweise nicht mit einem Spiel, sondern mit dem Besuch eines Försters.
 Beim Förster
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Dieser berichtete zunächst von seiner Arbeit im Wald und hiernach bat er alle Mädchen und Leiterinnen mit zu seinem Anhänger zu kommen, in dem er bestimmt 100 ausgestopfte Tiere hatte. Jedem Mädchen und jeder Leiterin gab er eines der Tiere, auf die es nun aufzupassen galt. Er erzählte viele Geschichten über die verschiedenen Tiere. Der Knüller des Tages war ein Hirschkuhkopf, der allein schon fast 1 Meter lang war. Aber natürlich gab es auch an diesem Tag ein Spiel, und zwar das ‚Teebeutelspiel’. Das Spiel startet mit einem Teebeutel, der im Laufe des Spiels gegen immer größere Sachen eingetauscht werden muss. An diesem Abend fand das Burgfest, inklusive Rittermahl, statt. Der Bunte Abend war wie immer der Höhepunkt der ganzen Fahrt. Dieses Mal übernahmen die Leiterinnen den Vorsitz und sahen sich, als Königinnen, jedes Stück, Lied oder Gedicht der Gruppenkinder an. Nach diesem Abend gingen alle müde ins Bett,
aber nicht lange, denn die Leiterinnen hatten sich etwas ganz Tolles ausgedacht, eine Nachtwanderung. Also hieß es für alle aufstehen und anziehen und wir gehen mit Kerzen in den Händen in die unterirdischen und finsteren Gewölbe der Burg. Natürlich gab es dort Geschichten (von dem Zivi erzählt), gruselige Geräusche (vom Band) und ein paar Schauspielnummern (von den Leiterinnen vorgeführt). Irgendwann durften wir dann alle ins Bett und noch ein paar Stunden schlafen, bis es Frühstuck gab.
Der Freitag war dagegen schon fast ereignislos. Morgens ging es noch einmal zum Handwerkermarkt, wo alle ein letztes Mal Souvenirs kaufen konnten. Zudem brannten alle ihren Namen auf eines von vier Holzschwertern, welche als Erinnerung im Jugendheim aufgehängt werden. Mittags wurden die Koffer gepackt und abends war endlich die Preisverleihung. Dort gibt es immer die Preise für die drei besten, also ordentlichsten, Zimmer und für alle Spielegruppen. Nach der Preisverleihung war die Abschlussdisco, die der zweite Höhepunkt der ganzen Fahrt war.
 Gruppenfoto
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Am nächsten Tag stand die Abreise bevor. Wir mussten die Koffer von der Burg runterschleppen und dann in den kleinen Bus stellen, der die Koffer einen Berg hochfuhr. Als der kleine Bus voll gepackt war, musste einige ihren Koffer diesen Berg zum großen Bus selbst hochtragen. Trotzdem schafften es irgendwann alle Mädchen, Leiterinnen, Koffer und Kisten hoch zum Bus und es ging wieder nach Hause. Es war mal wieder eine sehr schöne Fahrt, wie es sie hoffentlich noch häufig geben wird!
Katrin Abel und Katharina Winkler